18. Juli 2018

Bundesliga Aufsteiger in der Analyse – Statistik für das erste Jahr

Kategorie: Sportwetten Ratschläge — Dennis @ 09:57



Bundesliga Statistik & Ratgeber

Wetten auf Aufsteiger sind immer etwas Besonderes. Am Anfang der Saison weiß man schließlich noch nicht, wo der Verein wirklich steht. Und sollte er sich anfänglich gut schlagen und vielleicht sogar nach dem ersten Viertel oder sogar Drittel der Saison mit einer guten Ausbeute an Punkten dastehen, so bleibt stets noch das Risiko bestehen, dass der Neuling von Heute auf Morgen einbricht und doch noch runter muss. Kurzum: in der Fußball Bundesliga haben Wetten auf die beiden Aufsteiger (bzw. in manchen Fällen sogar drei Aufsteiger) immer viel Potenzial dazu, Tippscheine gehörig zu durchkreuzen. Erst recht, wenn Sie vorwiegend auf auswählte Partien der Fußball Bundesliga Kombi-Wetten zu spielen pflegen, wie es laut Statistiken der Buchmacher die breite Masse bevorzugt macht.

Aber: in der Regel profitiert man auch nach starker Hinrunde selbst in der Rückrunde noch regelmäßig von weitestgehend attraktiven Quoten auf den Aufsteiger, was diese Wettmöglichkeit wiederum auch so attraktiv gestaltet. Umso wichtiger ist es also, dass man bei dem betreffenden Klub auch den richtigen Riecher hat. Denn während beispielsweise der 1. FC Kaiserslautern im Jahr 1997 als Aufsteiger sogar Deutscher Meister geworden ist oder RB Leipzig 20 Jahre später im Jahr 2017 als Bundesliga Debütant auf Anhieb Vizemeister und Champions League Teilnehmer wurde, da konnte die TSG Hoffenheim in ihrer Debütsaison 2008/09 zwar die Herbstmeisterschaft feiern, ging am Ende aber nur als Siebter über die Zielgerade und musste anschließend acht Jahre auf die erstmalige Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb warten.

Und dann wären neben diesen hervorstechenden Beispielen für außergewöhnliche Leistungen eines Aufsteigers ja auch die zahlreichen Teams, die nach dem Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs postwendend wieder runter mussten. Nach Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf (beide 2012/13) und Eintracht Braunschweig (2013/14) traf dieses Schicksal zuletzt den SC Paderborn in der Saison 2014/15. Und nichtsdestotrotz scheinen auch das möglicherweise nur Ausnahmen zu sein, denn der direkte Abstieg eines Aufsteigers im ersten Jahr der Bundesligazugehörigkeit scheint auch eher die Ausnahme als die Regel zu sein. So gelang es zuletzt auch kleinen Klubs wie Darmstadt 98, dem FC Ingolstadt oder auch dem SC Freiburg sich nach dem Aufstieg trotz winzigem Etat und bitteren Abgängen in der Bundesliga zu halten. Zumindest vorübergehend. Denn während die ersten beiden Mannschaften das Oberhaus des deutschen Fußballs schon wieder verlassen haben, da gilt der Sport-Club aus dem Schwarzwald seit jeher als eine Art „Fahrstuhlmannschaft“, die ähnlich wie Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln, der 1. FC Nürnberg oder auch der FC St. Pauli so oft wie keine anderen Teams zwischen der 1. Fußball Bundesliga und der Zweiten Liga hin- und herwechseln wie ein Fahrstuhl durch die Stockwerke eines Bürogebäudes.

Auf was gilt es also zu achten, wenn man auf die Bundesliga Aufsteiger wetten möchte? Was ist den Neulingen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Nürnberg zur Saison 2018/19 konkret zuzutrauen? Und wie genau sieht die Statistik für das erste Jahr aus? Fragen wie diese beantworten wir Ihnen in diesem Beitrag, wo wir uns die vergangenen Bundesliga Aufsteiger in der Analyse vornehmen. Stets auf der Suche nach Rückschlüssen, die für zukünftig noch erfolgreichere Bundesliga Wetten gezogen werden können.

Die erste Saison eines Aufsteigers in Zahlen

Um eine Grundlage für Überlegungen zu Wetten auf Aufsteiger in die Fußball Bundesliga zu haben, wollen wir im ersten Schritt auf die nackten Zahlen der Aufsteiger blicken. Hierzu haben wir uns mit allen Aufsteigern in die Beletage des deutschen Fußballs auseinandergesetzt, seitdem zur Saison 2008/09 das Aufstiegssystem dahingehend verändert worden ist, dass nur noch zwei Mannschaften direkt aus der Ersten Liga ab- und aus der Zweiten Liga aufsteigen, während der 16. der Bundesliga gegen den Dritten der 2. Fußball Bundesliga in zwei Relegationsspielen antreten muss. Nur zwei Mal von bislang zehn Relegationen seit 2009 setzte sich dabei der Zweitligist durch, sodass es acht Mal nur zwei Aufsteiger gab und lediglich in den Jahren 2009 und 2012 drei Aufsteiger.

Im Folgenden haben wir für Sie analysiert, wie sich die Vereine in der anschließenden Saison geschlagen haben.

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2017/18

Mit dem VfB Stuttgart als Meister der Zweiten Liga und Hannover 96 als Vizemeister kehren erstmals seit Veränderung des Aufstiegssystems gleich beide Absteiger der Vorsaison in die Beletage des deutschen Fußballs zurück. Eintracht Braunschweig als Dritter scheitert in der Relegation.

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
VfB Stuttgart 7. 51 15 (44,1%) 6 (17,65%) 13 (38,25%)
Hannover 96 13. 39 10 (29,4%) 9 (26,5%) 15 (44,1%)

Beide Aufsteiger halten die Klasse. Am Ende hat der VfB Stuttgart sogar „Pech“, dass Eintracht Frankfurt den DFB Pokal gewinnt, was die Schwaben die Europa League Qualifikation kostet.

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2016/17

Als Zweitligameister kehrt der SC Freiburg nach nur einem Jahr Zweitklassigkeit ins Oberhaus des deutschen Fußballs zurück. Begleitet wird der Sport-Club vom Zweiten RB Leipzig, während der 1. FC Nürnberg in der Relegation scheitert.

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
SC Freiburg 7. 48 14 (41,2%) 6 (17,6%) 14 (41,2%)
RB Leipzig 2. 67 20 (58,8%) 7 (20,6%) 7 (20,6%)

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2015/16

Mit Zweitligameister FC Ingolstadt und Zweitplatziertem SV Darmstadt 98 gibt es zwei Überraschungsaufsteiger in die Beletage des deutschen Fußballs. Der Drittplatzierte Karlsruher SC scheitert in der Relegation. Ähnlich überraschend wie ihr Aufstieg fällt auch die Debütsaison der beiden Aufsteiger aus:

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
FC Ingolstadt 11. 40 10 (29,4%) 10 (29,4%) 14 (41,2%)
SV Darmstadt 98 14. 38 9 (26,5%) 11 (32,3%) 14 (41,2%)

Mit fast identischem Abschneiden sichern sich beide Überraschungsteams den Klassenerhalt – müssen allerdings beide in der darauffolgenden Saison gemeinsam runter…

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2014/15

Erster Aufsteiger wurde der 1. FC Köln, den der Zweitplatzierte SC Paderborn begleitete. Die SpVgg Greuther Fürth scheiterte als Drittplatzierter in der Relegation. So schnitten die beiden Aufsteiger ab:

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
1. FC Köln 12. 40 9 (26,5%) 13 (38,2%) 12 (35,3%)
SC Paderborn 18. 31 7 (20,6%) 10 (29,4%) 17 (50%)

Gleiches Bild wie in der Vorsaison: der Zweitligameister landet im Niemandsland der Bundesliga und sichert sich damit einen ungefährdeten Klassenerhalt, während der Zweite der Zweiten Liga als Schlusslicht direkt absteigt.

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2013/14

Erneut stieg Hertha BSC Berlin als frischgebackener Zweitligameister auf – begleitet vom Zweitplatzierten Eintracht Braunschweig.

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
Herta BSC Berlin 11. 41 11 (32,4%) 8 (23,5%) 15 (44,1%)
Eintracht Braunschweig 18. 25 6 (17,6%) 7 (20,6%) 21 (61,8%)

Dieses Mal schaffte der Hauptstadtklub den Klassenerhalt mit deutlichem Vorsprung von 14 Punkten zum rettenden Ufer, während die Niedersachsen bei zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz als direkter Absteiger wieder runter mussten.

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2012/13

Durch den Sieg der Düsseldorfer gab es in dieser Spielzeit folgerichtig zum bis dato letzten Mal in der Geschichte drei Aufsteiger in die Fußball Bundesliga. Zweitligameister wurde die SpVgg Greuther Fürth und Zweiter Eintracht Frankfurt. Und so endete anschließend die Saison der drei Aufsteiger:

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
SpVgg Greuther Fürth 18. 21 4 (11,75%) 9 (26,5%) 21 (61,75%)
Eintracht Frankfurt 6. 51 14 (41,15%) 9 (26,5%) 11 (32,35%)
Fortuna Düsseldorf 17. 30 7 (20,5%) 9 (26,5%) 18 (53%)

Eine der kontroversesten Saisons. Während Zweitligameister und Relegationssieger beide direkt wieder abgestiegen sind, erreichte der Zweite der vorherigen Saison der Zweiten Liga erstmals seit Veränderung des Aufstiegssystems auf Anhieb den europäischen Wettbewerb.

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2011/12

Als deutlicher Zweitligameister stieg Hertha BSC Berlin in die Fußball Bundesliga auf. Der Zweitplatzierte FC Augsburg erhielt wegen der besseren Tordifferenz ebenfalls das Startrecht, während der VfL Bochum als Dritter in der Relegation die Qualifikation für die Bundesliga verpasste. So haben sich die beiden Aufsteiger geschlagen:

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
Hertha BSC Berlin 16. 31 7 (20,6%) 10 (29,4%) 17 (50%)
FC Augsburg 14 38 8 (23,5%) 14 (41,2%) 12 (35,3%)

Der amtierende Zweitligameister musste anschließend in der Relegation den sofortigen Wiederabstieg gegen Fortuna Düsseldorf hinnehmen.

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2010/11

Zur Saison 2010/11 stieg der 1. FC Kaiserslautern als Zweitligameister auf und wurde vom Vizemeister FC St. Pauli begleitet. Der Drittplatzierte FC Augsburg scheiterte in der Relegation am 1. FC Nürnberg.

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
1. FC Kaiserslautern 7. 46 13 (38,3%) 7 (20,5%) 14 (41,2%)
FC St. Pauli 18. 29 8 (23,5%) 5 (14,7%) 21 (61,8%)

Während der Zweitligameister mit großem Abstand die Klasse hielt, stieg der FC St. Pauli mit deutlichem Abstand als Tabellenletzter postwendend wieder ab.

Abschneiden der Bundesliga Aufsteiger in der Saison 2009/10

Zur Saison 2009/10 gab es neben Zweitligameister SC Freiburg und Vizemeister 1. FSV Mainz in Form vom 1. FC Nürnberg als Sieger der Relegation noch einen dritten Aufsteiger. Die Teams haben dabei in dieser Saison wie folgt abgeschnitten:

Mannschaft Tabellenplatz Punkte Siege Unentschieden Niederlagen
SC Freiburg 14. 35 9 (26,5%) 8 (23,5%) 17 (50%)
1. FSV Mainz 05 9. 47 12 (35,3%) 11 (32,35%) 11 (32,35%)
1. FC Nürnberg 16. 31 8 (23,5%) 7 (20,5%) 19 (56%)

Der 1. FC Nürnberg sicherte sich anschließend mit zwei Siegen in der Relegation den Klassenerhalt, sodass alle drei Aufsteiger erstklassig blieben.

Gesamtstatistik der Bundesliga Aufsteiger im ersten Jahr seit 2009

Schauen wir also, wie es um die konkreten Werte aller Aufsteiger in der Summe steht und welche Statistiken wir daraus mitnehmen können:

  • Insgesamt zwei Aufsteiger mussten in ihrer ersten Saison in der Ersten Liga in die Relegation. Dort gab es jeweils einen Klassenerhalt und einen direkten Wiederabstieg. Insgesamt sind damit sechs der letzten 20 Aufsteiger direkt wieder abgestiegen (entsprecht 30%).
  • Zwei Mal erreichte ein Aufsteiger die Europa League Plätze, wobei der SC Freiburg 2017/18 in der dritten Runde der Qualifikation scheiterte, und ein Mal ging es für einen Aufsteiger direkt in die Champions League. Damit haben drei der letzten 20 Aufsteiger nach ihrer ersten Bundesliga Saison international gespielt (und damit immerhin 15%).
  • Die durchschnittliche Punktzahl, die die letzten 20 Aufsteiger in die Bundesliga erzielt haben, liegt bei 38,95 Punkten in der ersten Saison nach dem Aufstieg.
  • Das bedeutet, dass ein Aufsteiger durchschnittlich 29,56% seiner Spiele in der ersten Saison in der Bundesliga gewonnen hat.
  • Durchschnittlich 25,87% aller Matches eines Aufsteigers im ersten Jahr endeten damit Unentschieden.
  • Und in 44,57% aller Spiele ging einer der letzten 20 Aufsteiger in die Bundesliga durchschnittlich als Verlierer vom Platz in seinem ersten Jahr der Zugehörigkeit zur Bundesliga.

Die Bilanz der Bundesliga Aufsteiger im ersten Jahr im Kontext

Mit Blick auf die hier aufwändig zusammengetragenen Daten, Durchschnittswerte und Statistiken lassen sich also eine Reihe von Rückschlüssen für zukünftige Wetten ziehen, die es allerdings in der richtigen Kontext einzubetten gilt. Hier ein paar Gedanken, die Sie für zukünftige Wetten im Hinterkopf behalten sollten:

  • Ausgehend von der Bilanz der letzten 20 Aufsteiger hat eine Mannschaft in ihrer ersten Bundesligasaison eine Chance von ca. 70% auf den Klassenerhalt. Eine Langzeitwette auf den Abstieg sollte dementsprechend nur eingegangen werden, wenn die durchschnittlichen 30% hier für einen positiven Erwartungswert ausreichen, was in der Regel nicht gegeben ist, da die Aufsteiger automatisch auch immer zu den Topfavoriten auf den direkten Abstieg zählen.
  • Die Langzeitwette darauf, dass ein Aufsteiger die Klasse hält, dürfte also oftmals vielversprechend sein.
  • Bei „nur“ 44,57% aller durchschnittlich verlorenen Partien eines Aufsteigers in seinem ersten Jahr ist es insgesamt keine gute Idee, unreflektiert gegen den Aufsteiger zu setzen. Auch diese Wetten müssen immer individuell geprüft werden.
  • Bei nur drei von 20 Aufsteigern, die anschließend international gespielt haben (1x Champions League, 1x Europa League Gruppenphase und 1x Europa League Qualifikation), darf ein Aufsteiger allerdings auch nicht zu positiv eingeschätzt werden, worauf auch die durchschnittlich erzielten 38,95 Punkte hinweisen.
  • Schließlich gewinnt ein Aufsteiger auch nur 29,56% seiner Spiele – und damit nur eines von drei bis vier Spielen. Eine Wette, die allerdings durchaus interessant sein kann, da die Quoten auf den Sieg des Aufsteigers oftmals bereits ab Eintrittswahrscheinlichkeiten von um die 15-20% für einen Sieg im positiven Erwartungswert liegen.
  • Aufsteiger spielen in ihrem ersten Jahr genau so oft Unentschieden, wie der ligaweite Durchschnitt liegt: um die 25% – und damit durchschnittlich jedes vierte Spiel. Werte, mit denen man die Quoten der Buchmacher leider nur selten schlägt.

Lässt die Art und Weise des Aufstiegs Rückschlüsse für das erste Jahr in der Bundesliga zu?

Seit Änderung des Aufstiegssystems zur Saison 2008/09 haben wir alle 20 Aufsteiger zur Fußball Bundesliga analysiert. Interessant dabei: fünf Mal schnitt erwartungsgemäß der amtierende Zweitligameister besser ab als der Zweite der vorherigen Saison. Aber: die vier Vereine, die „nur“ als Zweiter der Zweiten Liga aufgestiegen sind und anschließend besser abschnitten als der amtierende Meister, erzielten dafür umso bessere Ergebnisse – allen voran RB Leipzig, das auf den zweiten Platz in Liga zwei auch die Vizemeisterschaft in der Bundesliga feiern konnte.

Auch die sechs direkten Abstiege verteilen sich weitestgehend gleichmäßig. Zwei Mal stieg der Zweitligameister sofort wieder ab, drei Mal der Vizemeister der Zweiten Liga und ein Mal der Drittplatzierte, der zuvor über die Relegation aufstiegen war. Interessant dabei: beide Vereine, die die Relegation erfolgreich meistern konnten, landeten in der Folgesaison auf den hinteren drei Rängen in der Bundesliga. Wenn also ein Rückschluss für das erste Jahr in der Bundesliga aus der Art und Weise des Aufstiegs gezogen werden kann, dann geht dieser dahin, dass ein unterklassiger Gewinner der Relegationsspiele es in der Bundesliga besonders schwer hat, während Platz eins oder Platz zwei in der vorherigen Saison aus der 2. Fußball Bundesliga wenig Aufschluss darüber geben, ob man es nun in der Bundesliga besonders leicht oder schwer hat.

Am Ende zählt also immer auch der Blick darauf, ob und welche Spieler der Aufsteiger abgeben musste. Während eine Mannschaft wie RB Leipzig natürlich etwas aus der Analyse fällt, da der Aufstieg hier von langer Hand geplant war mit Millionen schweren Investitionen, wodurch man alle Leistungsträger auch mit in die Erste Liga nehmen konnte, da fällt es gerade Überraschungsaufsteigern deutlich schwerer, die Leistungsträger im Verein zu halten, die gerade bei den durchschnittlichen Bundesliga Teams Begehrlichkeiten wecken, da sie oftmals mit Ausstiegsklauseln für vergleichsweise geringes Geld zu haben sind – allerdings auch das Risiko mitbringen, es in der Bundesliga vielleicht nicht zu schaffen. Nichtsdestotrotz fehlen die Spieler ihren Vereinen anschließend. Und Begehrlichkeiten sind es schließlich auch, die für ein anderes zu beobachtendes Phänomen stehen, nämlich das „verflixte zweite Jahr“.

Im Blickpunkt: das zweite Jahr eines Aufsteigers – Misserfolg im zweiten Anlauf?

Nachdem zuletzt nämlich Überraschungsaufsteiger wie Darmstadt oder auch Ingolstadt sensationell die Klasse im ersten Jahr halten konnten, ging es für solche Teams im zweiten Jahr dann doch in die Zweitklassigkeit. Und bei beiden Klubs griffen hier die gleichen Muster. Nach dem Aufstieg konnte man die schwerwiegendsten Abgänge verhindern, da vor allem auch die potenziell interessierte Konkurrenz erst einmal abwarten wollte, ob diese Spieler „Bundesliga Material“ sind. Und nachdem sich dieser Eindruck bei beiden Klubs mit dem Klassenerhalt bestätigte, folgte anschließend ein Ausverkauf, auf den dann wiederum eine um Welten schwierigere Saison zu bewältigen war mit mitunter völlig neu zusammengesetztem Kader. Aber waren dies nur Ausnahmen?

14 der letzten 20 Aufsteiger in die Fußball Bundesliga haben im ersten Jahr erfolgreich die Klasse gehalten. Doch wie ging es für diese 14 Mannschaften im angeblich so verflixten zweiten Jahr weiter? Nun, beim VfB Stuttgart und Hannover 96 wird man dafür noch die Saison 2018/19 abwarten müssen. Zumindest bei den anderen zwölf Aufsteigern lesen sich die Werte für die Folgesaison aber wie folgt:

  • Zwei der zwölf Mannschaften qualifizierten sich in ihrem zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Fußball Bundesliga für die Europa League.
  • Insgesamt drei der zwölf Mannschaften stiegen nach ihrer zweiten Saison in der Beletage des deutschen Fußballs in die 2. Fußball Bundesliga ab.
  • Vier Mannschaften konnten ihren Tabellenplatz vom ersten Jahr Bundesliga im zweiten Jahr verbessern. Drei davon um bis zu fünf Plätze, einer sogar um stolze zehn Plätze.
  • Acht Mannschaften haben sich in der zweiten Saison nach dem Aufstieg verschlechtert. Den krassesten Absturz legte der 1. FC Kaiserslautern 2010/11 hin, als man von Platz sieben auf Platz 18 fiel. Keines der sieben anderen Teams fiel um zehn oder mehr Plätze. Drei Mannschaften verschlechterten sich um sechs bis acht Tabellenplätze, drei weitere Teams um jeweils vier Plätze und eine Mannschaft erzielte ein nahezu identisches Ergebnis und fiel nur um einen Rang (von 14 auf 15).

Kurzum: betrachtet man das zweite Jahr der Aufsteiger, die in ihrem ersten Jahr die Klasse gehalten haben, so zeichnet sich hier bei nur drei von zwölf Absteigern (25% im Vergleich zu den 30% im ersten Jahr) keineswegs der Trend ab, dass man im zweiten Jahr nun zwangsläufig Abstiegskandidat Nummer eins wäre. Dennoch muss konstatiert werden, dass nur weitere 25% aller Aufsteiger mit Klassenerhalt im ersten Jahr ihre Platzierung im zweiten Jahr halten und/oder verbessern konnten. Dass das zweite Jahr also grundsätzlich neue Herausforderungen mit sich bringt und tendenziell schwieriger wird, ist insgesamt also auch nicht von der Hand zu weisen.

Fazit

In diesem Beitrag haben wir für Sie alle 20 Bundesliga Aufsteiger in der Analyse gehabt, die seit der Veränderung der Aufstiegsregelung eine komplette Saison in der Beletage des deutschen Fußballs vollständig absolviert haben, sodass entsprechende Statistiken zur Verfügung standen. Wir hoffen, dass Sie all diese Zahlen, Fakten, getroffenen Rückschlüsse und Aussagen nun selbstständig dafür nutzen können, ab der kommenden Saison 2018/19 erfolgreich auf Aufsteiger in ihrem ersten Jahr wetten zu können.


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